Anwaltskanzlei in Dortmund

In der Dortmunder Anwaltskanzlei „Die Strafverteidigerkanzlei“ sollten die drei Anwälte und eine Mitarbeiterin fotografiert werden. Die Räumlichkeiten sollten dabei im Hintergrund erkennbar sein. Für mich beginnen solche Termine immer mit Koffer schleppen – nicht nur die Kameraausrüstung mußte mit, sondern auch das halbe Fotostudio. Für die Portraits benutze ich i.d.R. zwei Blitze – als Hauptlicht kommt meistens ein großer Schirm zum Einsatz, der die zu fotografierende Person leicht seitlich beleuchtet, um für etwas „Plastizität“ im Gesicht zur sorgen. Wenn es die Raumsituation zuläßt, benutze ich als kleines Effektlicht einen weiteren Blitz, der seitlich hinter meines „Models“ platziert wird und für ein Streiflicht auf der Wange bzw. einer Kopfseite sorgt. Ich finde, dass dieses Streiflicht das Foto belebt. In einigen Situationen funktioniert so ein Streflicht allerdings nicht sehr gut – bei Frauen z.b., wenn damit nur die langen Haare beleuchtet werden würden (dies würde nur dafür sorgen, dass die abstehenden Haarspitzen durch den entstehenden Lichtsaum extrem betont werden würden) oder bei Männern mit weißen Haaren oder Glatze – auch hier ist der Effekt suboptimal.
Ein drittes und viertes Blitzlicht packe ich meistens ein, um auch den Raum im Hintergrund zu beleuchten. Natürlich wäre es schön, nur in lichtdurchfluteten, architektonisch komplett durchgestalteten Räumen und Fluren zu fotografieren. Häufig sieht es in der Realität dann aber doch anders aus und ich muß im Hintergrund für Licht sorgen. Dafür sind die neueren, akkubetriebenen kleinen Studioblitze die perfekten Werkzeuge – die Teile lassen sich gut für die Kamera unsichtbar in einer Raumecke verstecken und kein Stromkabel liegt störend im Hintergrund herum.
Ich rücke also mit zwei großen Koffern und mehren Taschen an, in denen die Blitz- und Kamerastative sowie die Reflektoren transportiert werden. Das sieht immer nach einem gewaltigen Aufwand aus, aber es soll ja auch gut werden…

GESCHRIEBEN:: 4. JUNI 2019