Architekturfotografie

Unter Tage

Unter Tage im Ruhrgebiet heißt heute: Tiefgarage oder U-Bahn. Wobei die Architektur der U-Bahnstationen teilweise beeindruckend ist – so bietet Bochum z.B. einige Bahnhöfe, die im Rahmen eines Architekturwettbewerbs entstanden sind und bei denen es sich lohnt, einmal genauer hinzuschauen. In Duisburg gibt es ein Wandgemälde von Gerhard Richter zu sehen und auch Essen bietet Bahnhöfe, die thematisch gestaltet wurden. Diese Bildserie dokumentiert die Architektur unter Tage.

thyssenkrupp-Quartier

Im Jahr 2010 wurde das thyssenkrupp-Hauptquartier in Essen eröffnet. Damit erfolgte der Umzug von Düsseldorf nach Essen exakt auf das Gelände der Gußstahlfabrik, die die Basis für den Krupp-Konzern darstellte. Heute erinnert das fast an ursprünglicher Stelle wieder aufgebaute Wohnhaus Krupps auf dem Gelände der Konzernzentrale an die Gründerjahre des Konzerns.

Hallen und Säle

Die Anzahl der kulturellen Veranstaltungszentren ist enorm, doch auch im Bildungs- und Verwaltungsbereich gibt es außergewöhnliche Vorlesungs- und Ratssäle. Diese Bildserie dokumentiert ausgewählte Hallen und Säle des Ruhrgebiets im beleuchteten und menschenleeren Zustand.

Sakralbauten

Bedingt durch die enorme Zuwanderung in Zeiten des Bergbaus wuchs im Ruhrgebiet der Bedarf an Sakralbauten schnell an. Vor dem ersten Weltkrieg wurden aus den Dörfern Städte und entsprechend wurden bestehende Kirchen erweitert oder Neubauten beschlossen. In der Zeit der Weimarer Republik wurden weitere Kirchen gebaut, häufig im sog. Backsteinexpressionismus. Und in den Jahren 1950 bis 1970 wurden die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Sakralbauten ersetzt – hierbei entstanden hauptsächlich Kirchen im modernen Stil, sodass das Ruhrgebiet eine beeindruckende architektonische Vielfalt an Kirchengebäuden zu bieten hat. Einige bemerkenswerte Sakralgebäude dokumentiere ich in dieser Fotoserie.

Kolonien und Siedlungen

Durch die sich sehr schnell entwickelnde Montanindustrie wurden sehr viele Arbeitskräfte benötigt. Der Bedarf konnte nicht durch das ursprünglich eher ländlich geprägte Ruhrgebiet gedeckt werden. Also begannen die Betreibergesellschaften der Zechen und Stahlwerke, auswärtige Arbeiter anzuwerben. Der dafür benötigte Wohnraum wurde durch eine nahezu unüberschaubare Anzahl an neu gebauten Siedlungen und Kolonien zur Verfügung gestellt. Es entstanden Siedlungen unterschiedlichster Prägung, von denen ich einige fotografisch dokumentiert habe.

Siedlung Teutoburgia, Herne

Dahlhauser Heide, Bochum

Siedlung Spinnstuhl, Gelsenkirchen